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Theater

HARIBO KIMCHI

Jaha Koo (Gent / Seoul)

Englisch und Koreanisch mit deutschen und englischen Übertiteln | Ab 12 Jahren empfohlen

Foto: Bea Borgers
Jaha Koo steht auf der Bühne an einem südkoreanische anmutendem Straßenimbiss und kocht

Südkorea ist weltweit in aller Munde – von Streetfood über K-Pop und Kino bis hin zur Kosmetik. Jaha Koo richtet den Blick jedoch auf weniger bekannte Seiten des Landes. Mit subtiler Ironie und dokumentarischer Präzision erzählt der Theaterkünstler, Performer und Filmemacher Geschichten jenseits der bekannten Bilder. Seine international gefeierten Arbeiten kreisen um koreanische Identität, betrachtet aus der langjährigen Erfahrung eines Lebens zwischen den Kulturen. Für seine Kunst, auf poetische und zutiefst menschliche Weise persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragen zu verbinden, erhielt Jaha Koo 2026 den International Ibsen Award, eine der bedeutendsten Auszeichnungen des internationalen Theaters.

Mit HARIBO KIMCHI erzählt Koo von der Spannung zwischen Herkunft und Gegenwart. In einem landestypischen Straßenimbiss (Pojangmacha) bereitet er ein Gericht zu, das er von einigen Zuschauer:innen abschmecken lässt. Die schmorenden Zutaten verbreiten koreanische Aromen, während Koo die Verbindungen zwischen Gaumen, Küche und Kultur in eine vielschichtige Bühnensprache überführt. Als Koch auf der Bühne und in gefilmten Anekdoten, die bis nach Brüssel und Berlin führen, zeigt er mit feinem Humor seine Suche nach einem Platz zwischen Europa und Korea, Haribo und Kimchi. Dabei geht es auch um Einsamkeit, Sehnsucht und erlebte Diskriminierung. Doch der Spiegel, den er uns vorhält, ist ein lächelnder. Am Ende muss sich Koo dem Hi-Tech-Schalk von Gummibär, Aal oder Schnecke stellen – und das Publikum probiert die Ergebnisse seiner Kochkunst. Ein genussreicher Abend!

Biografie Jaha Koo

Jaha Koo (er/ihm) ist ein südkoreanischer Theater- und Performancekünstler, Komponist und Videokünstler. Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Multimedia und Performance und verbindet eigene Musik, Video, Text und robotische Objekte.

Seine Hamartia-Trilogie umfasst LOLLING AND ROLLING (2015), CUCKOO (2017) und THE HISTORY OF KOREAN WESTERN THEATRE (2020). Die Trilogie ist eine langfristige Auseinandersetzung mit der politischen Landschaft, der Kolonialgeschichte und der kulturellen Identität Ostasiens. Thematisch richtet sie den Blick auf strukturelle Probleme der koreanischen Gesellschaft und darauf, wie die unausweichliche Vergangenheit unser heutiges Leben auf tragische Weise prägt.

Seine jüngste Arbeit HARIBO KIMCHI wurde im Juni 2024 uraufgeführt. Koo studierte Theaterwissenschaft an der Korea National University of Arts und schloss dort 2011 mit einem BFA ab. 2016 erwarb er einen Masterabschluss am DAS Theatre in Amsterdam.

Credits

Konzept + Text + Regie + Musik + Ton + Video Jaha Koo Performance Gona, Haribo, Eel, Jaha Koo & zwei Gäste Dramaturgie Dries Douibi Bühne + Recherchemitwirkung + Medientechnik Eunkyung Jeong Künstlerische Beratung Pol Heyvaert Technische Koordination Korneel Coessens Technik Bart Huybrechts, Tom Daniels, Jasse Vergauwe Produktionsleitung Wim Clapdorp Lektorat (Englisch) Jason Wrubell Animation Schnecken Vincent Lynen Kreation Tangente St. Pölten, 7. Juni 2024

Produktion CAMPO Koproduktion Kunstenfestivaldesarts (Brussels), Rideau de Bruxelles, Theater Utrecht, SPRING festival (Utrecht), Festival d’Automne à Paris, Théâtre de la Bastille (Paris), Tangente St. Pölten – Festival für Gegenwartskultur, & Espoo theatre (Espoo), Internationales Sommerfestival Kampnagel (Hamburg), Sophiensaele (Berlin), Meet You Festival (Valladolid), Bunker (Ljubljana), National Theatre and Concert Hall Taipei, The Divine Comedy International Theater Festival / Teatr Łaźnia Nowa (Kraków) & Perpodium Unterstützung Taxshelter der belgischen Bundesregierung via Cronos Invest und der Flämischen Regierung

www.gujaha.com // www.campo.nu

HARIBO KIMCHI (Foto: Bea Borgers)

Hauptförderer

Die euro-scene Leipzig wird institutionell gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt und durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.