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u.a. Fang Yun Lo, Natalia Zaitseva

Englisch und Deutsch | Eintritt frei

Internationale Künstler:innen präsentieren einen Arbeitsstand und geben Einblicke in die Entwicklung ihres nächsten Stückes.

Nach einem gemeinsamen Lunch im neuen Projektraum Remiversum von Anne Zacho Søgaard und Hermann Heisig stehen Kunst und ihre Entstehung im Mittelpunkt des Dialogformats – mit besonderem Augenmerk auf Recherchemethoden und kollaborative Aushandlungsprozesse. Gemeinsam werden die Bedingungen und Bedürfnisse künstlerischer Arbeit reflektiert.

Mittwoch, 4. November: mit Soheil Boroumand

Donnerstag, 5. November: mit Fang Yun Lo

Freitag, 6. November: mit Natalia Zaitseva

Mittwoch, 4. November: mit Soheil Boroumand

Soheil Boroumand gibt Einblicke in den aktuellen Arbeitsstand der Performance „Ich habe eine Ahnung vom Ende“, die er gemeinsam mit Maryvonne Riedelsheimer, Philipp Rücker und Marina Ianina entwickelt. Ausgehend von Heiner Müllers letztem Text, dem „Traumtext“, beschäftigt sich die Arbeit mit Tod und Sterben, Abschied und Loslassen sowie mit der Frage, wie wir Verantwortung begreifen, übernehmen und ablegen. In seinem kurz vor seinem Tod verfassten Text reflektiert Müller unter anderem seine Verantwortung gegenüber seiner zweijährigen Tochter. Soheil Boroumand stellt einen Ausschnitt seines Performancetextes vor und gibt Einblicke in die bereits entstandenen Kompositionen.

Soheil Boroumand ist Theater- und Filmschauspieler. Er arbeitete unter anderem am Staatstheater Nürnberg, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, am Theater Osnabrück und am Landestheater Altenburg . Seit 2020 lebt und arbeitet er als freischaffender Schauspieler in Leipzig und ist neben seiner Tätigkeit für Theater, Film und Fernsehen auch als Dramatiker und Musiker aktiv.

Premiere: am 30. Dez. 20:00, Schaubühne Lindenfels

Donnerstag, 5. November: mit Fang Yun Lo

Unter dem Label Polymer DMT entwickelt die taiwanische Regisseurin und Choreografin Fang Yun Lo seit 2011 gemeinsam mit Künstler:innen verschiedener Disziplinen unterschiedliche künstlerische Formate. Polymer DMT arbeitet von Essen und Dresden sowie von Taichung in Taiwan aus.

„Identität ist für mich ein Prozess, eine Technik, eine immerwährende Bewegung und ein ständiges Hinterfragen. Immer mehr Menschen werden kulturell vielfältige Wurzeln haben – nicht nur in Deutschland und Europa. Ich empfinde das als großes Geschenk.“

Ausgehend von intimen Tanzstücken in den Anfangsjahren hat sich der künstlerische Schwerpunkt in den vergangenen Jahren auf (semi-)dokumentarische Bühnenprojekte, Begegnungsformate, Arbeiten mit Film und anderen Medien sowie Tanz für junges Publikum erweitert. Polymer DMT realisiert internationale Koproduktionen mit Institutionen in Deutschland, Taiwan und weiteren Ländern. Der Austausch zwischen Asien und Europa bildet dabei eine wichtige Grundlage der künstlerischen Arbeit.

Fang Yun Lo und ihre künstlerischen Partner:innen beschäftigen sich mit gesellschaftlichen und politischen Fragen und Entwicklungen, insbesondere mit dem Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe. Im Mittelpunkt stehen Menschen, ihre Geschichten und Erfahrungen. Die Arbeit von Polymer DMT ist geprägt von einem Engagement für Barrierefreiheit, inter- und transkulturelle Sensibilität, ökologische Nachhaltigkeit sowie faire und diskriminierungsfreie Arbeitsbedingungen. Mehrsprachige Übersetzungen sind fester Bestandteil der Produktionen; auch Audiodeskription und Gebärdensprache werden in die künstlerische Arbeit einbezogen.

Ihr Stück THE SEAS BETWEEN US war bei der euro-scene Leipzig 2025 zu sehen.

2027 wird Fang Yun Lo ihr neues Stück bei der euro-scene Leipzig uraufführen.

Mehr informationen: https://materialise.io/artists/fang-yun-lo/

Freitag, 6. November: mit Natalia Zaitseva

Natalia Zaitseva (geb. 1983) ist Künstlerin und Autorin und arbeitet mit Theater, Performance, Video und partizipativen Formaten. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen persönliche Erzählungen, autofiktionale Literatur und experimentelle dramaturgische Formen. Dabei verbindet sie Emotionalität und Reflexion und entwickelt künstlerische Arbeiten aus Beobachtungen und Erfahrungen des Alltags.

Von 2012 bis zu ihrer Übersiedlung nach Leipzig im Jahr 2022 war Natalia Zaitseva als Dramaturgin, Journalistin, Autorin und Theaterregisseurin in der feministischen Szene Moskaus tätig. Zudem unterrichtete sie im Rahmen des Schreibkurses Write Like A Girrrl (WLAG Russia). Ihre Stücke wurden unter anderem am Meyerhold Center und an weiteren Theatern aufgeführt.

Seit 2022 lebt und arbeitet Zaitseva als Künstlerin im Exil in Leipzig. 2026 schloss sie ihr Studium der Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) in der Klasse von Clemens von Wedemeyer ab.

2023 wurde ihr performativer Essay DIE AUTORIN an der Schaubühne Lindenfels in Leipzig uraufgeführt. 2025 entstand die partizipative Performance CHRISTABEL mit Unterstützung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KDFS) und der Stadt Leipzig.

Weitere Informationen: https://nataliazaitseva.net/Info

Credits

Produktion Leipziger Feedbackinitiative you are warmly invited, Remiversum, euro-scene Leipzig

Hauptförderer

Die euro-scene Leipzig wird institutionell gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt und durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.