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Theater

Negotiating peace

Qendra Multimedia (Kosovo)

Deutsche Erstaufführung | Koproduktion der euro-scene Leipzig | mit deutschen Übertiteln

© Atdhe Mulla

Frieden verhandeln (negotiating peace) ist nach militärischen Konflikten eine komplexe diplomatische Herausforderung. In einigen Fällen werden Friedensvereinbarungen erzielt, in anderen wird nie ein vollständiger Frieden erreicht oder er bleibt nur ein Arrangement auf dem Papier. Etliche Kriege und Konflikte werfen vielschichtige Fragen auf und hinterlassen Unklarheiten, was den Frieden erschwert.

Die kosovarische Regisseurin Blerta Neziraj und der Theaterautor Jeton Neziraj versammeln für die neue Produktion von Qendra Multimedia ein paneuropäisches Team und blicken – auch in Vorgriff auf ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine – auf verschiedene Modelle für Friedensverhandlungen in den letzten Jahrzehnten. Darunter die Verhandlungen zur Beilegung der kriegerischen Auseinandersetzungen in Nordirland und im Nahen Osten, das Abkommen von Dayton zur Beendigung des Kriegs zwischen Bosnien und Herzegowina im Jahr 1995 sowie die seit mehr als 20 Jahren andauernden Friedensgespräche zwischen dem Kosovo und Serbien.

NEGOTIATING PEACE versucht, sich die Hintergründe, Herausforderungen, Ängste und Hoffnungen zu vergegenwärtigen, die mit dem Zustandekommen eines Friedensabkommens einhergehen, und diskutiert wichtige Themen: Wer hat die Macht und Legitimität dazu, Frieden auszuhandeln? Versöhnen sich die Menschen nach der Unterzeichnung eines Friedensvertrags wirklich? Und schließlich: Kann es überhaupt zu kollektiver Vergebung kommen oder ist Vergebung ein individueller Akt?

Qendra Multimedia aus Pristina (Kosovo) gilt international als eine der interessantesten Theatergruppen in Südosteuropa mit Inszenierungen, die das Publikum provozieren und zu kontroversen Debatten auffordern.

www.qendra.org

Credits

Text Jeton Neziraj (Kosovo) Regie Blerta Neziraj (Kosovo) Mit Shkumbin Istrefi (Kosovo), Ema Andrea (Albanien), Harald Thompson Rosentrom (Norwegen), Ejla Bavcic (Bosnien und Herzegowina), Martin Kõiv (Estland), Melihate Qena (Kosovo), Orest Pastukh (Ukraine) MusikArdo Ran Varres (Estland) Bühne Agata Skwarczyńska (Polen) Choreografie Gjergj Prevazi (Albanien) Kostüme Blagoj Micevski (Mazedonien) Video Besim Ukzmajli (Kosovo) DramaturgieMina Milošević (Serbien) Licht Yann Perregaux (Schweiz), Agata Skwarczyńska (Polen) AudioTempo Reale / Damiano Meacci (Italien) Regieassistenz Sovran Ndrecaj (Kosovo) Künstlerische Leitung Aurela Kadriu (Kosovo) Entwicklung + Fundraising Sven Skoric (Deutschland) Deutsche Übersetzung Zuzana Finger (Deutschland) Übertitelung Jeton Neziraj Englische ÜbersetzungSuzana Vuljevic (USA) International Outreach Maud Dinand (USA) PR + Kommunikation Mobius Industries (UK) Tourmanagement Dejan Jovanović (Serbien) Sound Bujar Bekteshi (Kosovo) Technik Lulzim Rexha (Kosovo) Produktionsassistenz Flaka Rrustemi, Verona Koxha (Kosovo) Kreation Teatri ODA, Pristina, 16. Oktober 2023

Produktion Qendra Multimedia (Pristina) Koproduktion euro-scene Leipzig, Teatro della Pergola (Florenz), Kontakt (Bosnien und Herzegowina), Prague City Theatre, Mittelfest (Cividale del Friuli, Italien), Black Box teater (Oslo), R.A.A.A.M. Theater (Tallinn), My Balkans (Belgrad / New York)Gastspielförderung Goethe-Institut 

Foto Atdhe Mulla

Hauptförderer

Die euro-scene Leipzig wird institutionell gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt und durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Säschsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.